I2Cmethod® 

Die von ITMC entwickelte Vorgehensmethodik I2Cmethod® bildet in der Lehre, Verwaltung und Privatwirtschaft eine anerkannte Basis für die Abwicklung von Informatikstrategieprojekten (SIP).  Die Methodik wird seit über 20 Jahren eingesetzt und bündelt zahlreiche Erfahrungswerte. Viele unserer Kunden haben die Methodik aufgrund ihrer Solidität, Neutralität und einfachen Nutzbarkeit wiederholt angewendet und z.T. auch in die eigenen Prozesse übernommen. 

I2Cmethod® wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Gründer der ITMC, Herrn Fritz Pörtig und Prof. Dr. Walter Brenner (HSG) entwickelt. Sie bündelt fundierte empirische Erkenntnisse des Praktikers aus dem Kundenalltag mit soliden wissenschafltichen Grundlagen. Die Methodik basiert sie auf dem TOGAF Architekturmodell und dem St. Galler Managementkonzept.

Im Bund ist die I2Cmethod® 2009 für die strategische Informatikplanung auf den Ebenen Departemente und Ämter vorgeschrieben. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Seite des Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB): P040 - Strategische Informatikplanung SIP. 

Hinweis: Diese Inhalte sind z.T. historisch und beschreiben I2Cmethod® V4.0. Die Inhalte werden nicht mehr weitergepflegt. Seit 2017 bildet I2Cmethod® die Grundlage des Ansatzes "Living Strategy". I2Cmethod® ist ein eingetragenes Markenzeichen im Besitz der ITMC AG. 

I2Cmethod®  ist die solide Basis für Living Strategy 

Aufgrund permanenter interner und externer Veränderungen befinden sich die Bedürfnisse einer Organisation hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in kontinuierlichem Wandel. Um diesen wechselnden Anforderungen gerecht zu werden und eine zielgerichtete Entwicklung der IKT sicherzustellen, bedarf es sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der öffentlichen Verwaltung einer strategischen Informatikplanung (SIP). Diese hilft dabei, verschiedene Einflussfaktoren wie die Unternehmensziele, die Geschäftsstrategie, die Interessen und Bedürfnisse der Stakeholder sowie die Einflüsse des Organisationsumfelds (Kunden, Lieferanten, Konkurrenten, etc.) angemessen zu berücksichtigen und in ein stimmiges Gesamtsystem zu integrieren.

Wozu eine Strategische Informatikplanung (SIP)?

Sowohl in öffentlichen als auch privaten Organisationen zeigen sich im Zusammenhang mit der Informatik oft dieselben Problemfelder. Trotz der zentralen Bedeutung in einer zunehmend digitalisierten Welt besteht die Schwierigkeit, dass sie meist als Supportfunktion wahrgenommen wird und es daher sowohl an Ressourcen als auch am notwendigen strategischen Stellenwert mangelt. Die knappe Ressourcenbasis ist nur bedingt auf die Geschäftsstrategie sowie die Bedürfnisse der Fachbereiche abgestimmt, was den wahrgenommenen Return on Investment zusätzlich reduziert. Oftmals fehlen entsprechende prozessuale Instrumente, um die Bedürfnisse der Fachbereiche in die Informatik einfliessen zu lassen und effektive Lösungen in engen Zeitfenstern und mit möglichst geringen finanziellen Mitteln anzubieten.

Planungsgrundsätze und Prinzipien

Um diesen Aspekten Rechnung zu tragen, bestehen für die SIP nach I2Cmethod® folgende Planungsgrundsätze:

  • Informatik ist ein Werkzeug von strategischer Bedeutung für ein Unternehmen. Die SIP definiert den Handlungsrahmen und schafft ein unternehmensübergreifendes Verständnis der Rolle, Positionierung, Ausrichtung und strategischen Entwicklung der IKT.

  • Eine SIP hat alle relevanten Komponenten (bspw. Organisation und Governance, verwendete Technologien oder Datenstrukturen) zu planen, um die effiziente Nutzung der Informatikmittel und eine optimale Unterstützung der Fachbereiche sicherzustellen.

  • Die Ergebnisse der Planung sollen optimale Grundlagen zur Nachvollziehbarkeit, Führbarkeit und Anpassungsfähigkeit an neue Situationen schaffen.

  • Eine SIP hat für alle in die Umsetzung involvierten Stellen, d.h. Management, Fachbereich und Informatikbereich, den Handlungsrahmen zu definieren.

  • Die Resultate einer SIP sollen nahtlos in eine rollende Planung überführt werden können und ein effektives Informatikcontrolling ermöglichen.

Auslöser für eine SIP

Der Auslöser für eine Strategische Informatikplanung sind häufig

Fragestellungen wie:     

  • Welche IT-Systeme brauchen wir in Zukunft? 

  • Welche IT-Systeme sollen ausgebaut werden,  
    welche werden abgelöst? 

  • Welche IT-Services sollen entwickelt werden? 

  • Welche (Personal-)Kompetenzen brauchen wir in der IT? 

  • Sollen Softwareentwickler eingestellt werden?  

  • Wie lassen sich strategisch wichtige Prozesse mit
    neuen Innovationstechnologien schneller umsetzen?  

 

Diese Fragen sind vielleicht nur die Spitze des Eisbergs. Sie werden häufig begleitet von einer Unzufriedenheit des Fachbereichs mit den Leistungen der IT.  Kurzum, es geht hier um die Schlüsselprobleme des Informationsmanagements:  

  • Mangelnde Ausrichtung des Einsatzes der IT auf das Geschäft resp. Strategie - ungenügende Nutzung des Potentials der Informatik.  

  • Keine definierten Prozesse, um die Bedürfnisse des Fachbereichs in die Informatik hineinfliessen zu lassen – und umgekehrt 

  • Diskrepanz zwischen kurzfristigem und mittelfristigem Einsatz der IT 

  • Nach wie vor kontinuierliche Weiterentwicklung der IT und wachsende Bedeutung im Geschäft 

  • Unzureichende Transparenz über Anlagen, Projekte, Infrastrukturen und involvierte Personen 

  • Punktuelle anstatt kontinuierlicher Planungs- und Führungsprozesse 

Zielsetzungen I2Cmethod® 

Im Zentrum eines SIP-Projektes steht die nachstehenden Zielsetzungen, die mit einer Informatikstrategie angestrebt werden:

 

  • Definieren der Rolle der Informatik im Unternehmen und in den Aussenbeziehungen 

  • Finden der optimalen Nutzung der Informatik für das Unternehmen 

  • Definieren eines Handlungsraumes für die nächsten drei bis fünf Jahre 

  • Planen aller relevanten Komponenten in Informatik und Linie 

  • Sicherstellen der Führbarkeit, Transparenz und Anpassungsfähigkeit 

  • Schaffen der Basis für eine rollende Planung und ein effektives Informatikcontrolling 

 

Die Strategische Informatikplanung (SIP) mit I2Cmethod® kann hier Klarheit schaffen, die vorhandenen Potenziale bündeln und die Betroffenen auf ein gemeinsames Ziel  «einschwören». Nachstehende Abbildung gibt eine Übersicht über das Gesamtmodell der strategischen Informatikplanung nach der I2Cmethod® von ITMC. 

Customizing auf Planungsfelder

Im Hinblick auf die Vielzahl von Planungsfeldern in föderalistischen Organisationen wird die Gliederung der aus den SIP-Projekten resultierenden Informatikstrategien mittels vordefinierten Berichtsrastern soweit standardisiert, dass die Resultate durch benachbarte, übergeordnete oder untergeordnete Planungen genutzt werden können. Diese Standardisierung ist Voraussetzung, um trotz Dezentralisierung der Planungskompetenzen zu einem kohärenten Gesamtsystem kommen zu können. 

 

Da nicht alle Planungsfelder sämtliche Elemente einer Informatikstrategie umfassen, muss sich die SIP-Planungsmethodik an die spezifische Situation anpassen können. Aus diesem Grund wird die Vorgehensmethodik modular aufgebaut und ermöglicht damit ein projektbezogenes "Customizing" des Vorgehens.