Living Strategy Ablauf

Ausgangspunkt(e) der Arbeit sind Trigger - also geschäftliche Ereignisse bzw. Auslöser aufgrund derer die strategische Arbeit beginnt. Das können M&A-Aktivitäten sein, geschäftliche Probleme / Turnaround-Situationen, erkannte Challenges, aber ggf. auch einfach periodisch geforderte Updates.

 

Dann folgt die Scanning-Phase. Dort wird eine erste Übersicht geschaffen, ein initiales Lagebild, um alle für die weitere strategische Arbeit relevanten Aspekte zu identifizieren. Hier wird der Scope der weiteren Arbeiten festgelegt, die Projektorganisation, ggf. ein formeller interner Projektauftrag auf den Weg gebracht.

 

Danach geht es los mit der eigentlichen Strategieentwicklung in Sprints, begrifflich analog aber nicht identisch, wie in der agilen Entwicklung. Solche Sprints haben eine begrenzte und vorher festgelegte Dauer und fokussieren sich auf ein oder wenige konkrete Fragestellungen.

In der Steuerung Strategiearbeit behält die Unternehmensführung die Übersicht. Dort trifft sie Entscheidungen zum Start von Strategie-Sprints und nimmt auch die Ergebnisse aller Sprints ab - wieder analog zur agilen Entwicklung, analog zur "Demo" von laufender Software.

 

Strategy Thinking beschreibt den kontinuierlichen Austausch mit der Praxis, mit dem täglichen Geschäft. Strategische Resultate fliessen ein, können sofort umgesetzt werden - und deren Wirkung wird anhand von Metriken überprüft. Auf der anderen Seite fliessen "emergente" Erkenntnisse und neue Ideen aus der Praxis in die Strategie ein.

Die Strategiearbeit kann entweder kontinuierlich - also neben dem normen Tagesgschäft - weiterlaufen oder aber sie wird zwischenzeitlich sistiert, wenn genug Wert geschaffen wurde. Die Entscheidung über die Intensität und Frequenz kann nach jedem Sprint getroffen werden - auch hier ist man also flexibel.