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Vision statt Halluzination

Aktualisiert: 16. Okt 2019


Die Vision ist ein attraktives, gemeinsames Bild der Zukunft - und erzeugt Identifikationswirkung

Wer Visionen hat, der muss zum Arzt

«Wer Visionen hat, der muss zum Arzt» - Helmut Schmidt wollte sich hier von “halluzinatorischen” Visionen distanzieren und mehr Realismus fordern. Wir verstehen eine Vision anders – als anspruchsvolles, aber erreichbares und realistisches Bild der Zukunft.


Vision kommt vor der Strategie

Welche Rolle spielt Vision denn nun in der Strategiefindung? Ohne klare Vision hilft keine Strategie. Die Vision gibt die Richtung vor, in der sich die Dinge bewegen sollten. Richtig gemacht entfaltet die Vision Magnetwirkung auf die Mitarbeitenden. Mit einer starken Vision vor Augen behaut der Steinmetz nicht tagein tagaus Steine – er baut eine Kathedrale.


Die Vision ist ein Bild

Eine gute Vision entsteht im Dialog und entfaltet Identifikationswirkung in der Organisation («shared vision»). Sie verbindet und weist in die Zukunft. Sie lässt erahnen, was möglich ist. Sie beantwortet die Frage: Wo steht unsere Organisation in einigen Jahren, wenn alle Wunschträume in Erfüllung gehen?

Nicht Dichtkunst ist gefragt, nicht Literatur aus dem «stillen Kämmerlein». Mitarbeiter, Stakeholder müssen systematisch eingebunden werden. Wir entwickeln gemeinsam eine bildliche Vision – das «Visuelle» steckt bereits im Begriff. Warum? Weil Bilder gemeinsam entwickelt werden, interpretierbar und damit anschlussfähiger als Worte sind. Ein Bild lädt zur weiteren Gestaltung ein und ist nicht in Stein gemeisselt. Es sollte eben gerade nicht perfekt sein (Inspiration: Wabi Sabi 侘寂). Aber positiv, erstrebenswert und attraktiv für alle Beteiligten.


Lead with the Future (Zielprojektion)

Bernhard Cevey hat beobachtet, dass das Denken und Handeln vom Ergebnis her zu besserer Synchronisation und Ausrichtung aller Beteiligten führt. Mit dem Führungswerkzeug «Lead with the Future» beschreibt er drei Elemente:

  1. Zielbild / Visualisierung des Zielzustands. Situation vom Ergebnis her betrachten. Hürden sind überwindbar, wenn man die Zielprojektion tatsächlich auch spürt.

  2. Emotionale Ladung des Ziels: Welcher Tag ist es, wie ist das Wetter, wer ist anwesend? Hineinsetzen in die Vision – bildhaft. Wie fühlen wir uns?

  3. Rückblick auf die Etappen, auf das Tal & den Anstieg. Welche Hürden haben wir überklommen? Was haben wir erreicht? Was ist wann geschehen? Wie haben wir die Knacknüsse angepackt?

Cevey sagt dazu: «Aus der Perspektive erreichter Ziele werden Hürden leichter überwunden». Wenn man also die Zielprojektion tatsächlich auch "spürt" dann setzt das Energien frei.


Fazit

Vision is a Picture of a better Place” – ohne Vision keine klare Richtung. Sie schafft zusammen mit der Purpose einen Ankerpunkt für langfristige Planung. Vision gibt Stabilität – aber erlaubt auch ein Erkennen und Berücksichtigen von kurzfristigen Veränderungen. Damit werden sich dynamisch ergebende Chancen und Veränderungen im strategischen Korridor genutzt, ohne vom Kurs abzukommen.

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